Kommunikation

Kommunikation ist ein „Prozess, durch den eine Information oder Nachricht von einem Sender zu einem Empfänger übermittelt wird“ (Schneck, 2015, S. 519). Die Voraussetzungen für einen Kommunikationsprozess sind mindestens ein Sender, ein Empfänger und ein Kanal, über den die Nachricht übermittelt wird. Dabei können Sender wie auch Empfänger Mensch oder Maschine sein. Kommunikation kann einseitig oder wechselseitig sein (Schneck, 2015, S. 519f). Das Sender-Empfänger-Modell von Shannon und Weaver (1949) (Bierhoff et al., 2006, S. 536 ff.) basiert auf der Nachrichtentechnik und kann auch für Kommunikationsvorgänge via Medien erweitert werden (Kotler et al., 2016, S. 672). Der Kommunikationsprozess beginnt mit dem Sender, der eine Botschaft versendet. Dies kann persönlich oder durch eine Nachricht via eMail, social Media, Text oder Sprachnachricht geschehen. Dabei ist die Kodierung die Sprache (Worte, Bilder, etc.). Die Botschaft entspricht der Kombination von Worten, Bildern und Symbolen wie beispielsweise Emoticons. Das Medium kann der Fernseher, eine Plakatwand oder auch eine WhatsApp Nachricht sein. Die Entschlüsselung geschieht durch den Empfänger, der den Symbolen bestimmte Bedeutungen zuordnet. Der Empfänger kann ein Individuum oder eine Gruppe von Individuen sein. Die Wirkung ist pro Individuum unterschiedlich und von vielerlei Faktoren abhängig wie Persönlichkeit, Stimmung, Hintergrund, Herkunft, Tagesform und vieles mehr. Entsprechend der Wirkung wird eine Reaktion beim Individuum ausgelöst, was sich in einer Antwort an den Sender äußert.  Das Feedback des Individuums hat wiederum eine Wirkung auf den Sender etc. Die Störpegel können vielerlei Varianten sein, die einfachste Form ist Ablenkung beim Fernsehen durch Familienmitglieder oder Freunde. Es können aber auch Übertragungsfehler durch eine schlechte Verbindung sein, so dass das Video beispielweise nur teilweise übertragen wird. Eine weitere Möglichkeit, Kommunikation zu klassifizieren, liegt in der Betrachtung der Anzahl von Sender und Empfänger. Eine persönliche Kommunikation ist im face2face gegeben, oder beispielsweise beim Telemarketing oder e-Mail Marketing. Dabei gibt es einen Sender und einen Empfänger, daher wird auch von der 1:1 Kommunikation gesprochen. Ein Beispiel für eine einseitige 1:n Kommunikation ist das Schalten einer Werbeanzeige in einer Zeitschrift oder im Fernsehen. „[B]ei einer einseitigen Kommunikation wird die angesprochene Person nicht unmittelbar zu einer Reaktion veranlasst […] was bei einer Wechselseitigen [1:1 – Kommunikation] […] der Fall ist“ (Schneck, 2015, S. 520). Von einer  Massenkommunikation wird gesprochen, wenn ein Sender eine Gruppe von Empfängern anspricht, es sich also um eine 1:n Kommunikation handelt. Das kann beispielsweise durch einen Zeitungsartikel, eine Webseite, Fernsehen oder Radio geschehen. Aber auch durch Außenwerbung mittels Plakate. Von der offenen n:n Kommunikation wird genau dann gesprochen, wenn n Sender und n Empfänger existieren. Es existiert ein Netzwerk der Kommunikation. Das ist der typische Fall beim Social Media. 

Unternehmenskommunikation

„Sagt den Leuten nicht, wie gut ihr die Güter macht, sagt ihnen, wie gut eure Güter sie machen. Leo Burnett“ (Lemser, 2018, S. 111). „Als Unternehmenskommunikation (corporate communications) wird der Teil der Unternehmensführung bezeichnet, der mithilfe des Wahrnehmungsmanagements die Reputation (Ruf) prägt“ (Lies, n.d.). Bestandteile der Unternehmenskommunikation sind die Kommunikationspolitik und der Kommunikationsmix. Die Kommunikationspolitik bedient sich dieser sechs Instrumente: Werbung, Product Pacement, Sponsoring, Direktmarketing, Corporate-Identity und Verkaufsförderung. Der Kommunikationsmix besteht aus den Komponenten: Persönlicher Verkauf, Werbung, Verkaufsförderung, Public Relations und Direktmarketing. 

Literatur

Kotler, P., Armstrong, G., Harris, L.C., Piercy, N. (2016). Grundlagen des Marketing. 6. aktualisierte Auflage. Hallbergmoos: Pearson Deutschland GmbH.

Lemser, F. (2018). Strategisches Produktmanagement. proProduktmanagement GmbH. Nürnberg. Abgerufen am 11.11.2018 unter https://www.pro-produktmanagement.de/docs/public/Strategisches-Produktmanagement-Buch-Open-Product-Management-Workflow.pdf

Schneck, O. (2015). Lexikon der Betriebswirtschaft. 9. Auflage. München: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG.